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Kampagne für die Freilassung Mário Bangos

Roma-Seminar auf dem Europäischen Sozialforum (15.-17. Oktober, Alexander Palace in London)


Das ESF ist eine einmalige Möglichkeit, in dem soziale Bewegungen, Gewerkschaften, NGOs, Flüchtlinge, Friedens- und antiimperialistische Gruppen, antirassistische und Umwelt-Bewegungen, und Gemeinschaftskampagnen aus Europa und der Welt zusammenkommen können, um sich mit den Fragen auseinanderzusetzen, wie man globale Gerechtigkeit für alle erreichen kann und wie man eine "Andere Welt" möglich macht.

Anmeldung unter: http://ww.fse-esf-org/

Seminar

Die Notlage der Roma, Sinti und Zigeuner: Was sind die Herausforderungen für Europa?
Samstag den 16. Oktober von 14 bis 16 Uhr, Alexander Palace, London (der Raum wird noch zugeteilt)

Unterstützt von der Koalition zur Gesetztesreform für Zigeuner, dem Europäischen Zentrum für Roma-Rechte, dem Europäischen Dialog, der Irischen Zigeunerbewegung, der Free-Mario-Kampagne, dem Cardiff-Sozialforum, dem Ungarischen Sozialforum, BCK-SZ

Beschreibung

Die Sinti/Roma/Zigeuner-Gemeinschaft in Europa erleidet das Äußerste an sozialem Ausschluß, Ungerechtigkeit und physischen Angriffen als Folge der rassischen Diskriminierung, des räumlichen Ausschlußs, Armut und Arbeitslosigkeit. Welche Herausforderungen bereitet dies Europa? Das Seminar will einen Entwurf diskutieren und ergänzen, welches eine Reihe von Lösungen vorschlägt. Die Enderklärung wird an relevante britisches Regierungsbüros und europäischen Niederlassungen in London, die Länder mit Roma/Sinti/Zigeuner-Minderheiten repräsentieren, weitergegeben.

Die folgende Erklärung wird diskutiert/ergänzt:

Resolution des ESF

Das Europäische Sozialforum (ESF) sieht, dass die Sinti/Roma/Zigeuner-Gemeinschaft in in Europa das Äußerste an sozialem Ausschluß, die durch rassistische Diskriminierung, räumlichen Ausschluß, Armut und Arbeitslosigkeit widergespiegelt wird, ausgesetzt sind. Das ESF glaubt daran, dass die Sinti/Roma/Zigeuner-Gemeinschaft als Ergänzung zu höherem gesetztlichen Schutz anständige Unerbringungen und gleichen und gerechten Zugang zu allen öffentlichen Dienstleistungen und wirtschaftlichen Möglichkeiten haben muss. Das ESF nimmt den Stellenwert der EU zur Überwindung dieses Problems wahr und ruft diesen dazu auf:

A. Erarbeitet unverzüglich eine von EU-Experten über Grundrechte zusammengestellte "Direktive zur Roma-Integration", die alle EU-Mitgliedsstaaten und EU-Mitgliedsanwärter gesetzlich dazu verpflichtet, Roma, Zigeuner und Sinti zu integrieren.
B. Verstärkt die Mechanismen zur Menschenrechtsvollziehung in den Institutionen der EU.
C. Beginnt unverzüglich Verstoßverfahren gegen gegen diejenigen EU-Mitgliedsstaaten, die noch keine umfassenden Antidiskriminierungsgesetze in Konformität mit den Antidiskriminierungsdirektiven der EU verabschiedet haben.
D. Macht Romarechte zu einem Bestandteil der EU-Außenpolitik, so dass die ernsthaften Angelegenheiten, die die Roma in Ländern außerhalb der EU-Grenzen begegnet, Teil der EU-Politik werden.

Das ESF sieht den politischen Ausschluß der Roma/Sinti/Zigeuner auf internationaler Ebene. Das ESF ruft dazu auf:
A. Dass Internationale/Nationale/Lokale Sinti/Roma/Zigeuner Organisationen die demokratischen Strukturen, die die wahren Bestrebungen der Sinti/Roma/Zigeuner Gemeinschaft repräsentieren, fortführen und, dass diese eine größere Einbeziehung in Entscheidungsprozesse haben.
B. Dass die Sinti/Roma/Zigeuner Gemeinschaften, die auf "Graswurzel"-Ebene arbeiten, eine aktivere Rolle in politischen Rolle in politischen Prozessen nehmen.
C. Dass die Sinti/Zigeuner/Roma-Gruppen stärkere Arbeitsbeziehungen/Allianzen mit Gruppen und Minderheiten schmieden, die rassische, ökonomische und sexistische Diskriminierung bekämpfen und die für eine Gesellschaft streben, die gerecht und egalitär ist und die auf die Prinzipien von Toleranz, sozialer Gerechtigkeit und gleichen Rechten beruht.

Das ESF sieht, dass viele Roma-Asylsuchende fälschlich als "Wirtschaftsflüchtlinge" kassifiziert werden und dass eine Reihe von EU-Mitgliedsstaaten rassisch-diskriminierende Grenzpolitik betreiben. Das ESF ruft alle Regierungen dazu auf:

A. Sicherzustellen, dass alle Personen, die aufgrund von Verfolgungen wegen ihrer Ethnie oder anderen Gründen flüchten, die grundlegende Möglichkeit haben, dass ihr Flüchtlingsstatus auf Basis der Konvention von 1951, die sich auf den Flüchtlingsstatus beziehen (("Genfer Konvention" von 1951), überprüft werden, jenseits von politischen Interessen, wie der Wunsch die Anzahl der Asylsuchenden zu reduzieren. Alle Personen, die Flüchtlinge im Sinne der Konventionen von 1951 sind, müssen geschützt werden und nicht dazu gezwungen werden in ihre Ursprungsländer zurückzukehren.

B. Überprüft die Grenzpolitik (einschließlich Aufnahme, Abschiebung und haftbedingte Abschiebung), um sicherzugehen, dass es keine rassische Diskriminierung und keine unterschiedlichen Auswirkungen gegen bestimmte Gruppen gibt.

Das ESF weiß, dass Anti-Roma-Meinungen in vielen europäischen Ländern weit verbreitet sind und beobachtet, dass die feindliche Haltung gegenüber den Roma von den Medien provoziert werden. Das ESF ruft dazu auf, dass Regierungsmitglieder sich auf allen Ebenen gegen die rassisch-benachteiligenden Medienberichten aussprechen, einschließlich denjenigen die Ängste gegen die Roma und anderen Einwanderungs"wellen" der "Horden" von Migranten verbreiten. Das ESF verlangt auch, dass alle europäischen Regierungen Initiativen ergreifen, die die Anti-Roma-Meinungen in allen europäischen Gesellschaften reduzieren.

Vorsitzender: Charles Smith (Sinti-Rat)

Sprecher:

Eduard Bango (Bruder von Mario Bango) - Free-Mario-Bango-Kampagne
Cristi Mihalache - Europäisches Zentrum für Romarechte
Cliff/Janie Codona - Nationale Zigeuneraktionsgruppe
tom Sweeney - Irische Zigeunerbewegung in Großbritannien
Laszlo Farkas - Rom Som Organisation
Florina Zoltan - Kommunikationszentrum für Roma

weitere Details unter:

romanistan@yahoo.com

freemariobango@yahoo.co.uk

Ergänzungen zur Erklärung können per Email eingereicht werden / Unterstützungserklärungen von Organisationen können auch per Email per Email zugesendet werden